Demokratie
Demokratie-Bild
Atilla Durak
Für einen demokratischen Rechtsstaat in der Türkei

Der Bereich Demokratie stellt das größte Arbeitsgebiet unseres Büros dar. Mit unserer Arbeit wollen wir einen Beitrag für eine Gesellschaftsordnung in der Türkei leisten, welche die Rechte seiner MitbürgerInnen unabhängig von Geschlecht, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit achtet und schützt. Dabei steht die Gesellschaft vor einer nicht geringen Aufgabe. Denn um den Schutz und die Garantie der religiösen oder ethnischen Minderheiten zu realisieren, muss man sich von historisch tief verwurzelten Haltungen und Traditionen lösen. Gerade aber historisch verankerte Vorstellungen prägen stark die Identität eines Landes. Gegen die Diskussion oder Infragestellung derartiger Haltungen werden Tabus errichtet, die wie ein nahezu unumstößlicher Fels den Weg zur Demokratie verstellen. Daher bedarf es bei der Bearbeitung dieser Themen besonderer Sensibilität; es bedarf Respekt vor Traditionen, aber gleichzeitig auch Kritik an den Traditionen, die als Argument gegen eine Verwirklichung gleicher Rechte für alle MitbürgerInnen herangezogen werden. Hierzu trägt auch die Debatte über die Historizität von Vorstellungen und politischen Systemen bei. Denn was einmal "gut" war, muss heute noch lange nicht mehr gültig sein. Mit einem derartigen Geschichtsverständnis ist es auch leichter, sich der für die Demokratisierung jeder Gesellschaft erforderlichen Auseinandersetzung mit dunkeln Kapiteln der eigenen Geschichte anzunähern. Gerade das international gewandelte Verständnis zu Gender ist ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, sich von überholten Vorstellungen zu befreien. Unsere Arbeit wird von davon geleitet, international geltende Menschenrechtsstandards als Maßstab an die aktuelle Lage anzulegen.

In unserer Arbeit im Bereich Demokratie bearbeiten wir folgende Themen :

  • Der Reformprozess der Türkei auf dem Weg in die Europäische Union
  • Religion und Demokratie
  • Militarismus
  • Nationalismus, Vergangenheitsbewältigung, Diskriminierung
Kurdenfrage
Publikation

Das Entwicklungszentrum in Diyarbakir veröffentlichte das von der Heinrich Böll Stiftung e.V. unterstützte Buch “Zwangsmigration und Diyarbakir”, in dem auf die Lebensbedingungen der von MigrantInnen aufmerksam gemacht wird.

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PRESSEERKLÄRUNG
Die Adresse für die Lösung ist das Parlament16. Dezember 2009 -

Als Menschen, die für Frieden, Gleichheit und Brüderlichkeit und für die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung der Kurdenfrage im Parlament eintreten, rufen wir an erster Stelle die Regierung, das Parlament und auch die kurdischen Abgeordneten trotz ihrer Rücktrittserklärung dazu auf, schnellstens Massnahmen für eine politische und demokratische Lösung der Probleme zu ergreifen.

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Vater Staat, türkische VersionDecember 22, 2009 - Wenn die Reforminitiative der Regierung Erdogan zur Kurdenpolitik noch eine Chance erhalten soll, dann ist dafür der Verbleib der Abgeordneten der DTP, der Demokratischen Gesellschaftspartei, im Parlament entscheidend trotz des Urteils, das das Verfassungsgericht in Ankara in der vergangenen Woche gefällt hat. Von Oral Çalışlar - Süddeutsche Zeitung more»
foto von Sezgin Tanrıkulu
DEMOCRATIC OPENING
LAW AND JUSTICE IN THE KURDISH ISSUE – Turkey has been tackling with the Kurdish issue since the foundation of the Republican regime. Efforts to resolve this issue, which was predominantly marked by armed conflict in the last 25 years, always focused on public order oriented policies. However, such policies further complicated the matter let alone resolving it. When it was understood that the Kurdish issue cannot be resolved through merely a security oriented approach, the political government embarked on a process of seeking other solutions. The process that we are currently debating and which was referred to initially as the “Kurdish Opening” and later as the “Democratic Opening” should be assessed in this perspective. This is a valuable and significant process as it launches among wide segments of the society a debate on the legal, freedom and justice dimension of the issu. By Lawyer Sezgin Tanrıkulu more»
Artikel Homophobie-Bild
Debatte
The Turkish Economic and Social Studies Foundation (TESEV) will hold an international conference in Van on June 27th, 2009 entitled “Internal Displacement in Turkey: Government Responses.” Click here for more information. mehr»
Demokratieförderung
21. November 2009 -

Möchte man eine neue Politik einleiten, so muss man eine neue Sprache und neue Symbole entwickeln. Anstelle der alten benötigt man eine neue friedliche und auf Zusammenhalt ausgerichtete Perspektive, entsprechende Symbole und politische Schritte, die von der Gesellschaft geteilt werden können. 

Die ersten Schritte in diese Richtung bestehen darin, das Militär schrittweise unter zivile Kontrolle zu stellen, die Politik als zivilen Bereich zu deklarieren, den politischen Bereich von militärischen Symbolen zu bereinigen und der Gesellschaft eine Möglichkeit zu geben, ihre eigene Politik und ihren eigenen Willen zu entwickeln.

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poster
Conference
The Military’s Role in Turkish Politics – The most problematic issue concerning the civilian-military relations, which have always been problematic in Turkey, is the interference of the Armed Forces into politics and shows itself through official and unofficial means. Soldiers who do not limit their duty definition to safeguarding the country’s security, have become one of the decisive actors in the political-social and economic fields.
In this state of the military important problems in Turkey’s democratization, development and overcoming of problems are grounded.  The Heinrich Böll Foundation aims with the conference “The Role of the Military in the Politics of Turkey: Civilian-Military Relations, the Security Sector and Civil Control” on 21-22 November 2009 to discuss these issues and to contribute to the elaboration of ideas concerning Turkey’s democratization, the necessary reforms and legal changes.
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Geschlechterpolitik

The Istanbul- based History Foundation invited to an "International Symposium on Reconstructing Formal Education for Societal Reconciliation".
It aimed to try to help to increase awareness in Turkey for the role and importance of education in dealing with conflicting situations and reconstructing democratic societies. Experts from different countries were present to present cases from their respective background and experiences.

Marianne Zepp, Heinrich Böll Stiftung, Berlin more»
Religion, Gender, Politics – prospects for equality and pluralism

Mit finanzieller Unterstützung der Heinrich-Böll-Stiftung und des niederländischen „Humanist Institute for Cooperation with Developing Countries” (HIVOS) hat die „openDemocracy 50:50 Initiative” eine neue Webseite gestartet. Artikel, Blogeinträge und Forschungsergebnisse diskutieren die Folgen der weltweiten Wiederbelebung von Religion für Frauen und Geschlechtergerechtigkeit. Ziel ist die Förderung des internationalen Dialogs.

Sich in der Türkei outen30. Mai 2010 -

LISTAG, die Angehörigengruppe von Lambdaistanbul führt mit Unterstützung des Türkeibüros der Heinrich-Böll Stiftung eine Veranstaltung durch mit dem Titel: "Sich in der Türkei outen".

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Interview
Iranian LGBT-Activist: "Sexual discrimination and homophobia doesn’t have any geographical boundaries"18. Mai 2010 -

Iranian LGBT-Activist: "Sexual discrimination and homophobia doesn’t have any geographical boundaries" – May 18, 2010 - Arsham Parsi is an Iranian LGBT Human Rights activist who lives in exile in Canada. He is the founder and head of the Iranian Railroad for Queer Refugees (IRQR), an advocacy group on behalf of LGBTs fleeing Iran. We had the chance to speak to Arsham Parsi during his visit to Berlin in early May.

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Final Statement
Concerning Beijing +15 process Review at Commission on the Status of Women

The 54th Session of CSW was intended to be the opportunity to review progress and promote the implementation of the Beijing Declaration and Platform for Action. However, in its failure to strongly reaffirm and commit to renewed and concrete actions and resources to implement the BPfA, the Declaration represents a backward step", said the statement of several women`s organizations

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Buchvorstellung und Diskussion
Zum Mann gehätschelt Zum Mann gedrillt – Pinar Selek, Soziologin und Autorin aus der Türkei diskutiert am 13. April 2010 an ihrer Buchpräsentation  mit Männlichkeitsforscher aus Deutschland über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Konstruktion von Männlichkeit(en) und Mann-Sein in Deutschland und der Türkei.
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SiyahPembeÜçgen darf nicht geschlossen werden - Kampagne für die Organisationsfreiheit – Die Türkeivertretung der Heinrich Böll Stiftung unterstützt die Kampagne für die Organisationsfreiheit der LGBT-Organisation Siyah Pembe Ücgen (Schwarz-Pinkes Dreieck). Das Verfahren zur Schließung des Vereins Siyah Pembe Ücgen, welches vom Gouverneur und der Staatsanwaltschaft Izmir eingeleitet wurde, beginnt am 9. Februar 2010. mehr»
foto für die publikation geschlechterpolitik macht einen unterschied
Geschlechterpolitik macht einen Unterschied – Geschlechtergerechtigkeit ist ein Ziel, für das sich die Heinrich-Böll-Stiftung mit vielen Verbündeten weltweit einsetzt. Diese Publikation gibt einen Überblick über das Engagement und die Erfahrungen in vieler Herren Länder. mehr»